Eine detaillierte Analyse des Haushaltssicherungskonzepts der Stadt Herzogenrath
Die Sparmaßnahmen treffen fast jeden Bereich des öffentlichen Lebens. Hier die Übersicht:
2026: +840.000 € · 2027: +1,18 Mio. € · Gesamt über 5 Jahre: 5,46 Mio. €
Ab 2027: 290.000 €/Jahr weniger für die Träger der Offenen Ganztagsschule
„Eltern werden stark betroffen sein" – konkrete Höhe noch offen
Durch natürliche Fluktuation. CDU: +20 % Stellen (512→615), +44 % Personalkosten seit 2020.
Familien mit Kindern werden vom HSK besonders hart getroffen:
Die Träger der Offenen Ganztagsschule erhalten ab 2027 290.000 €/Jahr weniger. Folge: schlechtere Betreuung, höhere Elternbeiträge, evtl. weniger Plätze.
Zusätzlich zur Träger-Kürzung sollen die Elternbeiträge steigen. Das HSK selbst sagt: „Eltern werden stark betroffen sein."
Das Fachamt warnt: „keine Empfehlung" – RodaRock ist das größte Jugendfestival der Region.
Das Fachamt warnt: NAF ist ein „wichtiges Alleinstellungsmerkmal" für Herzogenrath.
Ca. 10 Spielplätze können reduziert werden – und damit verschwinden wohnortnahe Spielflächen für Kinder.
2025 bereits 2,88 Mio. € Mehraufwendungen, Tagessätze um +20–25 % gestiegen. (HSK, S. 5)
Senioren sind in Herzogenrath die größte Bevölkerungsgruppe (30,3 % über 60). Was das HSK für sie vorsieht:
3.800 € Einsparung – begründet mit vorhandenen Mitteln aus Vorjahren
Bisher alle 2 Jahre. Einsparung: 20.200 €
Insgesamt trifft es Senioren mit 24.000 € Kürzung – vergleichsweise moderat. Aber: Es gibt kaum neue Angebote für die wachsende Seniorenzahl.
Herzogenrath wird älter – und das hat direkte Folgen für die Stadtfinanzen.
Quelle: Urbistat 2023
Während die Stadt an Familien spart, wächst die Zahl der Senioren weiter. Das bedeutet steigende Sozialausgaben bei sinkenden Einnahmen – eine gefährliche Kombination.
| Herzogenrath | Würselen | Baesweiler | |
|---|---|---|---|
| Grundsteuer B (2025) | 733 % | 850 % | 710 % |
| HSK nötig? | JA – pflichtig | Freiwilliges Konsolidierungskonzept | NEIN |
| Grundsteuer-Erhöhung 2026? | JA (+840.000 €) | Von 575→850 % (2024 rückwirkend) | KEINE |
| Gewerbesteuer-Hebesatz | Keine Angabe im HSK | Keine Angabe | 470 % |
| Grundsteuer pro Kopf | Keine Angabe | Keine Angabe | 180,50 € (niedrigste Städteregion) |
| Defizit 2026 | −19,03 Mio. € | Ursprünglich −15 Mio. € | Ausgeglichen |
| Personal-Entwicklung | +20 % Stellen, +44 % Kosten (CDU, 25.08.2025) |
Keine Angabe | Keine Angabe |
Quellen: HSK Herzogenrath 2026 · Steuerzahlerbund NRW (Hebesätze 2025) · baesweiler.de („Gelber Zettel") · wuerselen.de · cdu-herzogenrath.de (25.08.2025)
Das HSK spart an den falschen Stellen – die Folgen sind absehbar:
Hohe Grundsteuer, schlechtere OGS, weniger Spielplätze, keine Jugendevents → Baesweiler oder Würselen werden attraktiver.
Weniger junge Familien ziehen zu/bleiben, der Altersdurchschnitt (45,8) steigt weiter.
Unternehmen folgen den Familien – oder siedeln sich gleich woanders an. Baesweiler zeigt: niedrige Hebesätze locken an.
Weniger Einnahmen → mehr Kürzungen → noch weniger Attraktivität. Ein Teufelskreis.
Das HSK spart an der Zukunft der Stadt. Wer Kinder, Jugendliche und Familien vergrault, zerstört das Fundament für morgen.