Hintergrundinformationen zu den angekündigten Redner:innen
Am Freitag, den 27. Juni 2026, veranstaltet die AfD eine Kundgebung in Merkstein (Herzogenrath). Auf dem Plakat werden neun Personen beworben. Diese Seite bietet eine neutrale Zusammenfassung öffentlich verfügbarer Informationen zu jeder Person. Es handelt sich nicht um eine Bewertung, sondern um eine Übersicht dessen, was öffentlich über die jeweiligen Redner:innen dokumentiert ist.
Quellen sind verlinkt. Alle Angaben ohne Gewähr. Für aktuelle Informationen wenden Sie sich bitte an die genannten Originalquellen.
| Name | Funktion | Öffentlich dokumentierte Vorfälle |
|---|---|---|
| Manuel Krauthausen | MdB (Bundestag) | ⚠️ Ja |
| Dr. Martin Vincentz | MdL (Landtag NRW), AfD-Landesvorsitzender | ⚠️ Ja |
| Markus Wagner | MdL (Landtag NRW) | ⚠️ Ja |
| Serge Menga | AfD-naher Aktivist, Redner | ⚠️ Ja |
| Adam Balten | MdB (Bundestag) | Keine gefunden |
| Markus Matzerath | MdB (Bundestag) | Keine gefunden |
| Andrea Pousset | AfD-Mitglied | Keine gefunden |
| Andreas Klöcker | Städteregionstag Aachen | Keine gefunden |
| Marion Bergk | AfD-Mitglied | Keine gefunden |
Bundestagsabgeordneter (AfD), Wahlkreis Eschweiler/Städteregion Aachen
Krauthausen repostete an Silvester ein Video des rechtsextremen Kanals „rotepyramidewahrheit", das suggeriert, die jüdische Familie Rothschild habe die Titanic absichtlich versenken lassen, um Gegner der US-Zentralbank auszuschalten. Das Video war mit dem hebräischen Volkslied „Hava Nagila" unterlegt. Die Behauptungen wurden von Reuters widerlegt.
Zudem bezeichnete er sich selbst als „arischer Talahon" – eine Mischung aus Nazi-Terminologie („arisch") und migrantischem Slang-Begriff.
Quellen: WELT, 08.01.2026 · t-online, 08.01.2026
Krauthausen musste die Polizeischule 2014 verlassen, weil er in rassistische und menschenverachtende WhatsApp-Chats verwickelt war. Er postete u.a. eine Szene aus dem Neonazi-Film „American History X", in der ein Neonazi einen Schwarzen zusammentritt. Eine Kollegin mit Migrationshintergrund wurde über Monate gemobbt. Das Verwaltungsgericht Aachen bestätigte die Entlassung aus dem Polizeidienst.
Quellen: SPIEGEL, 2014 · RP-Online, 16.09.2014 · SZ, 2015
Landtagsabgeordneter (AfD), Landesvorsitzender AfD NRW, Fraktionschef im Düsseldorfer Landtag
Beim AfD-Neujahrsempfang in Duisburg sagte Vincentz:
„Am besten ist der Humor, der so schwarz ist wie der Amazon-Paketbote, der Ihnen die Pakete bringt."
Das Publikum johlte und applaudierte. Die Bemerkung wurde als rassistisch eingestuft und scharf kritisiert. Die Passage wurde von einem dpa-Journalisten gefilmt und ins Netz gestellt.
Quellen: RP-Online, 16.01.2024
Landtagsabgeordneter (AfD), ehemaliger Fraktionschef der AfD-Landtagsfraktion NRW
Die AfD-Landtagsfraktion NRW verteilte bei einer Veranstaltung in Krefeld ein „Malbuch" namens „Nordrhein-Westfalen zum Ausmalen" mit fremdenfeindlichen Zeichnungen: bewaffnete Menschen unter türkischer Flagge bei einem Autokorso, vollverschleierte Frauen im Schwimmbad unter dem Banner „Wir baden das aus", eine Hand mit Messer.
Markus Wagner als Fraktionschef lobte das Buch zunächst ausdrücklich und verteidigte es gegen Rassismus-Vorwürfe. Am Folgetag ruderte er zurück und entschuldigte sich. Der Staatsschutz ermittelte wegen Volksverhetzung, die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein. Der Landtag prüfte, ob Fraktionsgelder unzulässig verwendet wurden.
Quellen: WELT, 19.02.2020 · ZEIT, 18.02.2020 · RP-Online, 29.06.2021 (Ermittlungen)
AfD-naher Redner, Aktivist, DJ. Kein AfD-Mitglied (Eintritt 2016 scheiterte).
Bei einer AfD-Kundgebung in Osnabrück rief Menga ins Publikum:
„Macht noch mehr Lärm, damit ganz Deutschland weiß, dass der Quotenneger da ist."
Er aß anschließend demonstrativ eine Banane in Richtung der Gegendemonstranten. Menga ist kongolesischer Herkunft und nutzt diese Selbstbezeichnungen bewusst provokativ. Er tritt regelmäßig als Redner bei AfD-Veranstaltungen auf.
Quellen: WAZ, 28.07.2017
Für folgende Personen konnten bei der Recherche keine öffentlich dokumentierten Vorfälle mit rassistischen, antisemitischen oder rechtsextremen Äußerungen gefunden werden:
Hinweis: „Keine Vorfälle gefunden" bedeutet nicht, dass keine existieren. Es bedeutet, dass bei der Recherche keine öffentlich zugänglichen Berichte gefunden wurden.
Diese Recherche basiert auf öffentlich zugänglichen Berichten folgender Medien: WELT, SPIEGEL, DIE ZEIT, Süddeutsche Zeitung, RP-Online, WAZ, t-online, n-tv, Tagesschau, Aachener Zeitung, Rechercheplattformen (abgeordnetenwatch, Correctiv) und dpa-Berichte.
Die Recherche wurde am 25.06.2026 durchgeführt. Alle verlinkten Quellen wurden an diesem Datum abgerufen.
Verfasst von:: Marcel Verkooyen, Volt Herzogenrath
Datum:: 25. Juni 2026
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